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Eine Reise ins Paris der Pralinen

Paris, Patisserien, Pralinen – bienvenue im Schlaraffenland!

 







Mag sein, dass die Praline in Belgien erfunden wurde. Mag auch sein, dass die Schweizer die schokoumhüllten Leckereien international am erfolgreichsten vermarkten. Aber unbestritten ist, dass die Chocolatiers von Paris ihre Pralinen am schönsten dekorieren und am verführerischsten in ihren Läden präsentieren. Kein Wunder, schließlich haben die Schokoladenkünstler hier schon seit dem 17. Jahrhundert eine Hochburg für ihr Gewerbe. Auch die großen, international tonangebenden Patissiers und Chocolatiers der Gegenwart haben allesamt mindestens ein geschäftliches Standbein in Paris. Wer also wissen möchte, was in Sachen Pralinen gerade angesagt ist, der kommt um eine Reise in die französische Hauptstadt nicht herum. Nun, es gibt Schlimmeres, oder?

 



Um die Gegenwart zu verstehen, muss man die Vergangenheit kennen. Dieses große Wort lässt sich auch sehr gelassen auf die Pralinenkunst übertragen. Der erste Weg bei der süßen Reise an die Seine führt deshalb an die Rue du Faubourg Montmarte. Hier befindet sich sozusagen die Mutter aller Chocolaterien und Patisserien dieser Welt. „À la mère de famille“ heißt das Schlemmerparadies, in dem man unschwer einen ganzen Nachmittag verbringen könnte. Wer aus welchen Gründen auch immer Vorsicht bei den Kalorien walten lassen muss, der berauscht sich einfach von außen an den Köstlichkeiten, die in den prachtvoll dekorierten Schaufenstern ausgebreitet sind. Seit 1761 existiert dieses Geschäft, das einmal als kleine Bäckerei angefangen hat.

 





Rund 40 Jahre jünger ist die zweite historische Pralineninstitution von Paris.  "Chocolat Debauve & Gallais" heißt sie und ist an der  Rue des Saints-Pères gelegen. Ihr Gründer ist jemand, den man heute wohl als “Promi-Apotheker” bezeichnen würde. Sulpice Debauve behandelte nämlich so hochrangige Patienten wie den französischen König Ludwig XIV. Debauve konnte dem Monarchen zwar nicht den Kopf retten, aber er überzeugte ihn noch vor Ausbruch der Revolution davon, dass Schokolade auch eine heilende Wirkung besitzt. Ab 1800 setzte er diese Idee geschäftlich um und funktionierte seine Apotheke in eine Chocolaterie um. Bis auf den heutigen Tag ist der ursprüngliche große Tresen der Apotheke im Stammgeschäft erhalten. Unbedingt reinschauen!

 



Natürlich ist nicht alles Geschichte, was in Paris süß und gut schmeckt. Auch die führenden Chocolatiers der Gegenwart unterhalten an der Seine ihre Flaggschiff-Geschäfte. Wer mag, stöbert im Internet nach den Adressen dieser süßen Gourmettempel und stellt seinen eigene Route zusammen. Nachfolgend aber ein paar Tipps. Welche Namen man nicht auslassen sollte: Patrick Roger steht für Luxus pur und ist entsprechend teuer. International renommiert und mit Filialen in allen Geldhochburgen vertreten ist das Haus Fauchon; der Stammsitz befindet sich aber nach wie vor in Paris. Unter den “Großen” dürfen Erick Kayser und Jean-Paul Hevin nicht vergessen werden. Wer dann immer noch Platz für Neuentdeckungen hat, der macht sich an besten auf einen Spaziergang und findet dabei seinen ganz persönlichen Favoriten. An der Auswahl jedenfalls mangelt es in Paris nicht.




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