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Romane, in denen Pralinen eine wichtige Rolle spielen


Pralinengenuss zum Lesen

 






Die Fertigung von Pralinen ist ein Handwerk, das große Kunstfertigkeit voraussetzt und im Ergebnis kleine essbare Kunstwerke hervorbringt. Vielleicht ist das der Grund, warum Pralinen immer wieder eine Inspiration für kreative Menschen sind. Das gilt übrigens nicht nur für die Chocolatiers selbst. Auch Autoren und Filmemacher lassen sich regelmäßig von dem leckeren Thema „Pralinen“ inspirieren. Wer mag, kann sich gleich ein ganzes Regal mit entsprechender Literatur anschaffen, wie die nachfolgenden Beispiele exemplarisch belegen. Eines ist dabei garantiert: Der Genuss dieser Literaturpralinen ist zu hundert Prozent kalorienfrei.

 



Wer Schokolade und Pralinen liebt, der wird sich noch an den zauberhaften Film „Chocolat“ erinnern, der im Jahr 2000 mit Juliette Binoche und Johnny Depp in den Hauptrollen herauskam. Das Drehbuch dazu basiert auf dem Roman „Chocolat“, der aus der Feder der englischen Autorin Joanne Harris stammt. Joanne Harris wurde 1964 im mittelenglischen Barnsley als Tochter eines englischen Vaters und einer französischen Mutter geboren. In der Heimat der Mutter ist die Handlung der Geschichte angesiedelt. Es geht um die junge, schöne Vianne, die an einem kalten Wintertag des Jahres 1959 mit ihrer kleinen Tochter Anouk in einer verschlafenen Kleinstadt ankommt und dort die leer stehende Patisserie anmietet. Mit den traumhaften Pralinenrezepturen, die sie von ihrer Mutter geerbt hat, verzaubert sie nach und nach die in ihren Konventionen und Gewohnheiten erstarrten Bewohner des Städtchens. Für alles hat Vianne die passende Pralinenmedizin. So empfiehlt sie zum Beispiel „Venus Nipples“ für Kundinnen, die unter lustlosen Ehemännern leiden. Doch die kleinen Freiheiten, die mit Vianne gekommen sind, gefallen jedoch nicht allen, am allerwenigsten dem strengen Bürgermeister. So kommt es zu allerlei Verwicklungen, bevor auch er schließlich den Pralinen verfällt und alles ein gutes Ende nimmt.

 



Von einem Happy End kann man dagegen bei Anthony Berkeley nicht wirklich sprechen. In seinem Kriminalroman „Der Fall mit den Pralinen“ muss nämlich zunächst die gute Mrs. Bendix an zwar äußerst leckeren, aber leider vergifteten Pralinen sterben. Sie hat es allerdings nur aus Versehen erwischt, denn eigentlich war „The Poisened Chocolate Case“ wie der Roman um die vergiftete Pralinenschachtel im Original heißt, jemand ganz anderem zugedacht. Es gibt jede Menge Verdächtige und bei Scotland Yard werden jede Menge Theorien entwickelt. Welche davon die richtige ist, das kann an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Es darf aber versichert werden, dass es sich bei Berkeley um einen Zeitgenossen von Edgar Wallace handelt. Berkeley ist zwar merkwürdigerweise nicht so berühmt geworden wie Wallace, seine Geschichten sind aber mindestens genauso spannend und ehrlich gesagt deutlich besser geschrieben.

 



Nicht ganz so lebensgefährlich, aber auch sehr spannend ist die Geschichte von Joop Daalder, der sein Leben als angesagtester Chocolatier von Toronto genießt, ohne seine Existenz je groß infrage zu stellen. 30 Jahre lang geht das so, dann wird ihm und seinem kleinen Lädchen ein Supermarkt vor die Nase gesetzt. Nicht, dass ihn das beunruhigen würde. Nach und nach jedoch bleibt Joop die Kundschaft weg. Denn in dem Supermarkt ziehen junge, experimentierfreudige Kollegen alle Geschmacksregister, um die Süßmäuler der Stadt für ihre Kreationen zu gewinnen. Wer wissen möchte, wie das ausgeht, dem sei das Buch „Der Chocolatier“ von Philibert Schogt ausgesprochen ans Herz gelegt.


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